Mobiles SAP PM/CS schnell und einfach konfiguriert

SAM Mobile 3.0 bietet viele nützliche Funktionen für unterschiedliche Instandhaltungs- und Kundenservice-Szenarien. Alles, was das SAP in den Modulen PM und CS zur Verfügung stellt und was vor Ort benötigt wird, ist mit SAM möglich.

Während wir als Softwareanbieter all diese Funktionen bereitstellen müssen, kann die Fülle an Möglichkeiten den Benutzer natürlich überfordern. Funktionen wie das Anlegen von Aufträgen oder das Erstellen von Technischen Objekten werden evtl. gar nicht benötigt oder nur von einem Teil der Benutzer.

Das Entfernen von Masken und Funktionen ist in SAM vergleichbar einfach. Ein Client-Entwickler mit SAP UI5-Kenntnissen kann dies in wenigen Minuten bewerkstelligen. Also keine große Sache, oder? Aber was, wenn die Fachabteilung in Zukunft neue Funktionen hinzufügen möchte? Dann bleibt nur der Gang zur IT-Abteilung oder zum Implementierungspartner.

Dies ändert sich mit der neusten SAM Mobile Version. Bereits in der Vergangenheit bot SAM einiges an Konfigurationsmöglichkeiten, aber jetzt ermöglichen wir es unseren Kunden, die mobile Anwendung vollständig zu konfigurieren. Dabei ist es möglich, den Umfang der Anwendung auf unterschiedliche Benutzergruppen anzupassen. Für die meisten Änderungen ist nun keine Entwicklung mehr notwendig. Dieses Blog beschreibt alle Möglichkeiten die SAM im Bereich Customizing und Konfiguration bietet.

Schichten des Customizings und der Konfiguration in SAM

Grob betrachtet gibt es drei Schichten:
Schichten des Customizings und der Konfiguration
 
  1. SAP-Customizing – SAM bezieht das SAP Customizing mit in Betracht. Dies ist wichtig, um nicht eine parallele Welt zum SAP aufzubauen. Dinge wie Auftragsarten, Status-Profile, Kataloge und vieles mehr werden automatisch übernommen und sind so direkt in der mobilen Welt verfügbar. Wenn Sie hier etwas ändern möchten, so können Sie dies einfach im SAP in der Transaktion SPRO machen.
  2. SAM-Konfiguration – SAM bietet eine Reihe von Konfigurationsmöglichkeiten, um die mobile Anwendung auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Die Details hierzu finden Sie im nächsten Abschnitt.
  3. Erweiterungen/Entwicklung – Sollten (1) und (2) nicht ausreichen, kann die Anwendung durch Erweiterungen angepasst werden. Zum Beispiel kann dies notwendig sein, wenn Z-Tabellen oder -Felder benötigt werden oder kundenspezifische Logik eingebunden werden muss. Erweiterungen können auf allen Anwendungsschichten durchgeführt werden – im SAP (via ABAP OO), auf der Middleware (SQL) und dem Client (SAP UI5, JavaScript). Da SAM auf offene Standards setzt, können Erweiterungen direkt vom Kunden, vom Implementierungspartner oder von uns durchgeführt werden.

Konfigurationsmöglichkeiten in SAM

SAM bietet eine Reihe von Möglichkeiten die Benutzerschnittstelle und das Verhalten anzupassen.
Die 5 Schichten der SAM Konfiguration

SAP/Middleware-Schnittstelle

Nicht alle Daten in Ihrem SAP PM/CS sind auch für die mobile Welt relevant. Zum Beispiel könnte es Auftrags- oder Meldungsarten geben, die nur im Backoffice verwendet werden und nicht auf das mobile Gerät sollen. Vielleicht wird die Lösung nur in 3 von 4 Werken ausgerollt und von daher können die Daten des 4. Werks ignoriert werden.

Wir bezeichnen den Prozess der Datenübertragung von SAP auf die Middleware als Replikation. Im SAM Cockpit ist es möglich, die Daten, welche auf die Middleware repliziert werden, einzuschränken. Dies reduziert die Größe der Middleware-Datenbank und sorgt so für eine höhere Geschwindigkeit der Replikation, aber auch der Synchronisation der mobilen Endgeräte.

SAM-Szenarien

SAM ermöglicht den Einsatz der mobilen Anwendung für mehrere Benutzergruppen mit unterschiedlichen Anforderungen. Wird die Lösung in mehreren Werken, unterschiedlichen Ländern oder Bereichen eingesetzt, so muss die Anwendung sich evtl. anders verhalten und aussehen.

Das Szenario-Konzept von SAM erlaubt es, einfach Gruppen zu definieren und die Benutzer diesen zuzuordnen. Jedes Szenario ist mit einem Synchronisations-Modell, einer Client-Konfiguration und einer Anwendungsdatei verknüpft. Dies gibt größeren Organisationen die Freiheit, SAM ohne großen Aufwand an mehrere Gruppen auszurollen.
Übersicht der Szenarien im SAM Cockpit

Synchronisations-Modell

Eines der zentralen Konzepte von SAM ist das Synchronisations-Modell (oder einfach kurz Sync-Model). Es beschreibt, welcher Benutzer welche Daten bekommt. Es ist ein Filter zwischen Middleware und mobilem Gerät. SAM bietet eine Reihe von vordefinierten Sync-Modellen, die die gebräuchlichsten Szenarien abdecken. Sollte dies nicht reichen, so kann ein bestehendes Sync-Model angepasst oder ein neues erstellt werden. Einige Fragen, die man sich im Bezug auf das Filtern der Daten stellen sollte, könnten sein:
  • Wie werden Aufträge dem Benutzer zugewiesen? Über den Arbeitsplatz des Benutzers? Über die Personalnummer?
  • Welchen Benutzer- und Systemstatus sollen Aufträge haben, damit sie auf das Endgerät übertragen werden?
  • Wann sollen Aufträge auf dem mobilen Gerät gelöscht werden (z.B. nach dem Technischen Abschluss)?
  • Welche Technischen Objekte sind für die Anwendung relevant? Nur solche, die an einem Auftrag/einer Meldung hängen oder alles vom Werk des Benutzers?
Mit dem Sync-Model beschreibt man auch, welche Tabellen und Felder auf das mobile Gerät übertragen werden sollen. Z.B. könnten die Tabellen für Messpunkte und Messbelege entfernt werden, wenn diese nicht benötigt werden. Wenn nicht alle 150 Felder des Equipments benötigt werden (wer braucht die schon alle?), kann man die Anzahl einschränken.
Synchronisations Model im SAM Cockpit

Client-Konfiguration

Mit der Client-Konfiguration ist es möglich, die Masken und Funktionalität in der mobilen Anwendung zu ändern. Dies geschieht im SAM Cockpit.

Es ist möglich, verschiedene Auftragsarten unterschiedlich zu konfigurieren. Hiermit hat man ein mächtiges Werkzeug, um die Anwendung an die Bedürfnisse der Benutzer anzupassen. Die Client Konfiguration kann über einen Experten-Modus oder über einen einfach zu bedienenden Wizard angepasst werden. Hier einige Beispiele, in denen die Client-Konfiguration eingesetzt werden kann:
  • Ausblenden der kompletten Geschäftspartner-Dialoge im Falle eines Instandhaltungs-Szenarios.
  • Für den Fall, dass keine Aufträge auf dem Endgerät angelegt werden sollen, kann diese Funktion ausgeblendet werden.
  • Definition, ob Arbeitszeit direkt auf den Auftrag (vergleichbar mit IW41) oder via SAP CATS gebucht werden sollen.
  • Einstellen wo Anhänge, wie Dokumente oder Fotos, in SAP gespeichert werden sollen (als Dienste zum Objekt, DMS oder Archive Link)
  • Und vieles mehr!
Die Client Konfiguration im Experten-Modus
Die Client Konfiguration im Wizard

Client Updates

Auch mit allen Konfigurationsmöglichkeiten kann es sein, dass sich die Benutzerschnittstelle oder die Geschäftslogik der mobilen Anwendung ändert. Dabei kann es sich um Fehlerbeseitigung, neue Funktionen oder kundenspezifische Erweiterungen handeln. Auch in diesem Fall ist es nicht notwendig, die mobile Anwendung neu zu installieren. Es besteht die Möglichkeit, dem Benutzer die neue Version mit der nächsten Synchronisation zur Verfügung zu stellen. Hierzu wird die neue Version mit dem SAM Cockpit auf der Middleware hochgeladen.

Zusammenfassung

Die Kombination der vorhandenen Konfigurations-, Customizing- und Erweiterungsmöglichkeiten sorgen für ein einfaches Anpassen der mobilen Lösung. Dank dieses Ansatzes können Einführungsprojekte schneller durchgeführt werden und das Verteilen der Anwendung an mehrere Benutzergruppen ist einfacher als jemals zuvor.

Melden Sie sich bei uns, wenn Sie mehr über die Konfigurationsmöglichkeiten in SAM wissen möchten!
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Alexander Ilg